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Bekannter als Logotherapie.
Sinnlosigkeit
Seit der sexuellen Aufklärung Anfang des 20. Jahrhunderts sind nicht mehr sexuelle Probleme die Nr. 1 in den Beratungsstellen, sondern die mit dem Wegfallen der traditionellen Werte in allen westlichen, östlichen und sogar einigen Entwicklungsländern einhergehende Zunahme des Sinnlosigkeitsgefühls. Die Tradition macht Platz für Wertkollisionen, Gewissenskonflikte und Sinnlosigkeitsgefühl, was den Konformismus (Herdentrieb) und Totalitarismus (Herrschaft und Unterordnung) begünstigt.
Von den Werten übrig geblieben ist nur noch der Wert Arbeit, um zu überleben. Also die Orientierung hin zum Geld bzw. Kapitalismus. Deswegen haben eher die Mittel- und Oberschicht das Sinnlosigkeitsgefühl, weniger die Unterschicht, die um das Überleben kämpfen muss.
Sinn des Lebens
In der Individualpsychologie nach Adler findet sich über den Sinn des Lebens, dass jeder anstrebt ein vollwertiges Mitglied in einer zu verbessernden möglichst idealen Gesellschaft wird. Der Sinn des Lebens geht über das reine Existieren (Geld verdienen, Kinder versorgen) hinaus. Glücklich macht sich im Dienste der Gesellschaft körperlich und geistig weiterzuentwickeln. Falsch erkannter Sinn des Lebens macht krank.
Sinn beruht auf einem gefühlten Wert.
Für bei Bedarf psychoanalytisch Therapierte lässt sich beobachten : Es fühlt sich gut an, sinnvoll (entsprechend dem Sinn des Lebens) zu handeln. Vergleiche auch Liebe und Sinn des Lebens. Für psychisch Kranke wie
Psychopathen, aber auch
Machiavellisten und
Narzissten gilt das nicht. Diese freuen sich auch, wenn sie sich sinnfrei verhalten.
Allerdings kommt das gute Gefühl erst dann, wenn man die sinnvolle Tätigkeit kognitiv erkannt hat. In einer Situation ist es die mit dem höchsten Wert. Wer einen sinnlosen Plan verfolgt, der am Sinn des Lebens vorbei geht, der wird die sinnvolle Tätigkeit nicht ausüben. Wer nicht den Sinn des Lebens erkannt hat, der empfindet nicht nur sein Leben als sinnlos, sondern manchmal auch sich selbst als wertlos. Wer nicht anstrebt ein vollwertiges Mitglied in einer zu verbessernden möglichst idealen Gesellschaft zu sein, ist für die Gesellschaft und damit auch sich selbst wertlos.
Sinn des Lebens für Kranke
Psychisch und körperlich Kranke können zum Teil nur sehr eingeschränkt mithelfen, aber sie können es vorbereiten, indem sie daran arbeiten gesund zu werden, d.h. Selbst-Therapie (Psychoanalyse etc.) macht Kranke auch zum vollwertigen Mitglied.
Intervention
Der Betreuer zeigt dem Selbst-Sucher, dass es zu angenehmeren Gefühlen führt, den Sinn des Lebens zu suchen und zu erkennen und Pläne zu entwickeln, die dem Sinn des Lebens folgen.
Hyperintention
Zu große Aufmerksamkeit und Intention verhindert die Routinebildung und führt zu Problemen z.B. bei Schlafstörungen und Sexualproblemen. Dereflexion : Sinnfindungs-Intervention lenkt ab.
Paradoxe Intention
Erwartungsangst erscheint als Angst vor der Angst, ist aber z.B. die Todesangst. Die Todesangst führt dazu, dass bei leichten Anzeichen z.B. eines Infarktes die Angst und damit die Anzeichen wie Herzrasen etc. stärker werden. Der Selbst-Sucher soll sich die (in Realität harmlosen) Anzeichen wünschen, damit er die Angst vor diesen Anzeichen verliert. Vorher muss er jedoch erst die ontologische Basis bzw. das Gefühl haben, dass nichts passieren kann, auch wenn er nicht daran glaubt.
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