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Zunehmende Isolation als selbst unfreiwillig gewählte Notlösung:
Die Menschen ziehen immer mehr in Einpersonenhaushalte und kontaktieren sich nur noch über technische Hilfsmittel, der wichtige persönliche Kontakt wird weniger. Wohin führt das ? Bildhaft : Man sitzt in einer Gefängniszelle und hat nur ein Telefon zur Verfügung.
- Familien werden jobbedingt Hunderte von km auseinandergerissen.
- Die persönliche Mitarbeit in sozial engagierten Vereinen sinkt
- Die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen sinkt
- Opfern von Gewalt oder Unfällen wird immer weniger geholfen
- Auf den Straßen schotten die Menschen sich immer mehr von den realen Menschen ab und wenden sich den virtuellen zu, z.B. Radio im Auto, Laptop im Cafe, Laufen mit Walkmen. Menschen werden zu bewegten toten Objekten degradiert. Fußgänger und Reiter grüßten sich früher und unterhielten sich bei Gelegenheit
Die steigende Belastung im Job führt dazu, dass Eltern gereizt nach Hause kommen, weniger Energie zuhause zur Verfügung haben. Ob nun die Kinder dann vor den Fernseher gesetzt werden oder nicht, in jedem Fall wird den Kindern die positive Energie genommen. Die Folge : Die Anzahl Wutanfälle von Kindern im Vorschulalter steigt.
Warum wählen die Menschen freiwillig die Isolation bzw. ziehen die virtuelle Welt der realen Welt vor?
Bekannt sind das zunehmende Ich-Denken, Gefühlskälte außerhalb von Partnerschaft und die steigenden Anforderungen an kleine Arbeitnehmer im Wirtschaftskrieg. Mehr Hetze weniger Muße. Umso gieriger die Starken werden, umso mehr müssen die Schwachen zur Selbstverteidigung ebenso kämpfen. Die Nächstenliebe bleibt immer mehr auf der Strecke. Das Vorbild Einzelkämpfer gewinnt an Bedeutung.
Exkurs Überbevölkerung und Abgrenzung
Die viel zu hohe Bevölkerungsdichte verstärkt die Feindseligkeit, weil nicht für jeden genug "Revier" übrig ist. Auf dem Land grüßt man sich und behandelt sich noch ein bißchen menschlich. In den Städten grüßt man sich nicht, man wird wie ein Stein oder eine Pflanze behandelt aber nicht wie ein Mensch. Die Psyche der Menschen kann sich nur einer begrenzten Anzahl von Menschen gegenüber menschlich öffnen. Jeder Mensch besetzt Naturräume und nimmt Pflanzen und Tieren den Lebensraum. Überbevölkerung führt nicht direkt zu Isolation. Aber Überbevölkerung fördert Feindseligkeit und fördert dass man sich gegenüber den meisten, aber nicht allen Menschen isoliert. Und Überbevölkerung schadet auch anderen Lebewesen. Es gibt in Deutschland kaum noch Landstriche, die der Mensch nicht nach seinen eigenen egoistischen Wünschen umgestaltet. Die wenigsten wissen noch wie ein völlig naturbelassener Landstrich aussehen würde. Einheimische Pflanzen- und Tierrarten sterben deshalb aus. Details siehe Greenpeace. Siehe auch Kinderwunsch.
Stürmt ein "machiavellistischer" machtgieriger Pavian mit roher Agressivität in eine Gruppe eher "buddhistisch" lebender Paviane, so lässt sich bei den buddhistischen Affen messen, dass das Gehirn dauerhaft in Alarmbereitschaft versetzt ist. Als Vorsichtsmaßnahme der Natur erkennt man dann sogar noch mehr Auslöser für Angst als real vorhanden sind, d.h. ein Leben in Angst. Ein Arzt würde diese Anzeichen als posttraumatische Belastungsstörung diagnostizieren. Diese ständige Angst führt zu "Herzneurose" oder "Herzphobie", d.h. das Herz stottert, rast oder gerät ganz aus dem Takt aufgrund einer gequälten Seele und Schwächung des Immunsystems bei den buddhistischen Affen. Die Menschenaffen haben über 99% der Gene gemeinsam mit den Menschen. Da verwundert es nicht, dass es Untersuchungen ergeben haben, dass Arbeitnehmer in Positionen, die den Launen und Beleidigungen eines gefürchteten Vorgesetzten ausgesetzt sind, ein ca. viermal höheres Risiko haben, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden, wie Arbeitnehmer, deren Vorgesetzter beliebt oder sogar nicht vor Ort ist. Während man Beleidigungen eines Gleichrangigen zurückweisen kann oder eine Entschuldigung fordern, bleibt gegenüber Ranghöheren oftmals aus Angst nur den Ärger zu unterdrücken, um diesen nicht herauszufordern, seine Macht zu benutzen, z.B. Rauswurf. Hilflosigkeit und Verletztlichkeit macht sich beim Rangniederen breit. Die Beziehung ist durch Feindseligkeit gekennzeichnet. Das Ärger unterdrücken ist das zentrale Element, das Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslöst. Der bekannte Zusammenhang : Gefühle zu unterdrücken macht krank. Der Vorgesetzte sieht im Unterdrücken die stillschweigende Erlaubnis den Rangniederen weiterhin zu beleidigen.
Noch gesundheitsschädlicher als solche ambivalente Beziehungen sind gar keine menschlichen Beziehungen. Isolation bzw. Einsamkeit schwächt das Immunsystem. Eine Beziehung zu einem Menschen, der einen wie einen Roboter behandelt, sind keine menschlichen Beziehungen in diesem Sinne.
Die Gefühle eines anderen zeigen sich in dessen Körpersprache, die wir unbewußt wahrnehmen. Die wahrgenommenen Signale lösen in uns Gefühle aus. Man kann dieses Phänomen emotionale Ansteckung nennen. Negative Emotionen lösen negative Emotionen beim Gegenüber aus. Gefühle wirken sich auch auf unseren Körper aus. Ein Beispiel dazu : Unterdrückt jemand bewußt kontrolliert seine Gefühle, so steigt sein Blutdruck, jedoch auch der, der umgebenden Personen, die ihre Gefühle rausgelassen haben. Mißtrauen wird geweckt.
Liebe und Nächstenliebe sind Gefühle. Ein Lächeln löst ein Lächeln aus. Wenn wir die virtuelle Welt wahrnehmen ist es unbewußt gleich wie die Wahrnehmung der realen Welt. Nur bewußt gibt es einen Unterschied zwischen der Wahrnehmung der realen und der virtuellen Welt. Wir spüren die Angst, wenn im Film ein Auto auf uns als Zuschauer scheinbar zurast. Aber wir laufen nicht weg, denn bewußt wissen wir, dass es nur ein virtuelles Auto und kein echtes ist.
Die Erklärung :
Die immer größer werdende Gier der Starken führt vom Wirtschaftsleben zum Wirtschaftskrieg. Die Starken wollen das Verbünden der Schwachen verhindern, deswegen zetteln sie den Wirtschaftskrieg jeder gegen jeden an.
1. Im Krieg sind angenehme Gefühle selten, unangenehme Gefühle die Regel. Da zu viele unangenehme bzw. destruktive Gefühle wie Abscheu, Verachtung, Wut auf Dauer erstens das psychische Wohlbefinden beeinträchtigen und zweitens körperlich krank machen, schotten die Menschen sich vor den unangenehmen Gefühlen der realen Menschen ab und öffnen sich für die angenehmen Gefühle der virtuellen Menschen. Z.B. spricht ein Kinofilm nur dann die Massen an, wenn sich ein Mann und eine Frau mit Happy End verlieben. Vergleich : Destruktive Gefühle der angreifenden Egoisten (und der sich verteidigenden Humanisten) nimmt man auf wie den Rauch beim Passivrauchen. Bei den destruktiven Gefühlen anderer hilft das Augen zu, beim Passivrauchen hilft die ständig hermetisch geschlossene Schutzwand.
Besonders in Großstädten ist die Abschottung vor der Vielzahl von Reizen aller Art besonders deutlich. Die Reizüberflutung führt in den selbstversunkenen Zustand der urbanen Trance. Eine Bedingung von Empathie ist Aufmerksamkeit. Die Menschen wenden reflexartig den Blick von Hilfsbedürftigen ab, um der Beklemmung zu entgehen, also nicht das fühlen zu müssen was der Hilfsbedürftige fühlt.
2. Im Wirtschaftskrieg, dominiert von Hetze, Anspannung fehlt den Menschen die Muße, also Zeit und Energie, die man für das Genießen schöner Aktivitäten allein benötigt, wie dafür sich emotional ganz auf einen anderen einlassen zu können. Letzteres wird auch durch Selbstbezogenheit verhindert. Ein mindestens einwöchiger Urlaub in einem Land, wo nicht die Hetze regiert, lässt einen das Phänomen durch den Unterschied erfahren.
3. Die Technik, die es jedem ermöglicht, sich von anderen und sich selbst zu entfremden, bereitet nur den Weg, sie ist nicht der Antrieb. Wissenschaft und Technik beschreibt immer nur Möglichkeiten bzw. mögliche Wege, Ethik und Politik beschreiben die motivierten Ziele.
4. Als Gesamtbild ergibt sich die Atomisierung der Gesellschaft
Das Problem
Teil 1 Die Starken
Aktionäre oder Manager treffen Entscheidungen in irgendwelchen noblen Räumen, die andere z.B. Arbeitnehmer hart in ihren kleinen Büros oder in Fabrikhallen treffen, nicht in deren täglicher Anwesenheit ohne Machtunterschiede. Sie behandeln andere Menschen als Mittel zum Zweck. Im Gegensatz dazu sind gemäß unserer Ethik die guten Beziehungen der Menschen untereinander der Zweck. Gäbe es nicht diese Machtunterschiede in der Machthierarchie und wären sie ein ganz normaler Teil der Gruppe, dann würden sie es nicht wagen, eine so egoistische Entscheidung zu treffen. Denn sie müssten mit der Bestrafung Ausschluß von der Gruppe rechnen, die ihnen die Macht nur geliehen hat. Und sie würden deshalb schon vorher eine für alle Seiten faire Lösung vorschlagen. Hierfür ist der orbitofrontale Kortex des präfrontalen Kortex zuständig.
Teil 2 Die Schwachen
Die Flucht in die virtuelle Welt packt das Übel nicht an der Wurzel. Die Flucht verändert nichts an der realen Welt. Ebenso wenig wie das bloße Zuschauen.
Teil 3 Verhalten zwischen Starken und Schwachen
Da im Zusammenhang mit Wirtschaftskrieg oft mit dem Konkurrenzkampf im Tierreich argumentiert wird : Ein Vogeljunges stößt ein anderes Junges aus dem Vogelnest. Löwen fressen die Jungen des Vorgängers. Reptilien fressen sogar ihre eigenen Jungen. Experimente mit Affen zeigen jedoch alternativ, dass sie sich mit weniger Nahrung zufrieden geben und teilweise sogar hungern als sich so zu ernähren, dass sie dabei gleichzeitig einem anderen Schmerzen zufügen. Egoistische Starke sind somit in der moralischen Entwicklung unter den Affen einzuordnen. Junge Affenmännchen, die losziehen um sich zu einem anderen Affenrudel zu gesellen werden vor nur dann aufgenommen, wenn sie kontaktfreudig sind. Die nicht kontaktfreudigen sind als Einzelkämpfer gestorben. Die Kinder der geselligsten Mütter haben die besten Überlebenschancen, da diese durch sozialen Kontakt entspannter und deshalb gesünder sind und das soziale Netz die tägliche Arbeit von Kinder beschützen und Nahrungssuche erleichert. Für Darwin war schon 1872 Empathie einer der Faktoren für das Überleben, den gierige wohlhabende Wissenschaftler jedoch ignoriert haben, um den Aspekt des Fressen und Gefressenwerden zu verherrlichen.
Eine Lösung
Fairteilung je nach Bedürfnis wie zwischen Eltern und Kindern üblich anstatt Verteilung durch Konkurrenz im Wirtschaftskrieg (der Stärkere bekommt alles, der Schwächere nichts außer Leiden).
Warum ist Fairteilung eine Lösung?
Fairteilung führt zu weniger hartem Konkurrenzverhalten bzw. weniger Wirtschaftskrieg und somit zu weniger negativen Gefühlen, die auf Dauer krank machen. Die Menschen müssen sich weniger vor den anderen realen Menschen abschotten. Sie haben mehr Muße, also Zeit sich emotional auf andere Menschen einzulassen. Sie bemerken wieder das Leid anderer Menschen und können sich gegenseitig helfen. Das löst bzw. lindert ebenso die eigene Beklemmung, das Mitfühlen unangenehmer Gefühle des anderen. Und dadurch setzt auch die Vorbildwirkung ein, wodurch die Anzahl Menschen steigt, die helfen.
Zwei automatische Wege zur Umsetzung der Lösung
Die Starken durch Anpassung vollständig in die Gruppe integrieren, dass sie keinen Schaden mehr anrichten können
1. Die Gier der Starken durch Einwirkung von Liebe und Nächstenliebe auf der Basis einer entsprechenden Ethik abstellen. Sodass die Starken sich freiwillig eingliedern und ihre Macht freiwillig an die Gruppe abgeben.
2. Oder falls das - in den meisten Fällen - nicht gelingt, die gierigen Starken ausreichend schwächen. Sodass die Starken unfreiwillig integriert werden und ihre Macht unfreiwillig an die Gruppe abgeben.
Vergleiche in der Partnerschaft Trennung Phase 4 / Der automatische Weg. Entsprechend der Analogie ein Konflikt zwischen zwei Partnern, im einen Fall Mann und Frau, im anderen Fall Starke und Schwache. Allerdings gibt es kein starkes oder kein schwaches Geschlecht, nur den Konflikt zwischen beiden.
Spätestens über diese Analogie ergänzen wir zum ersten Weg die Optimierung Friedenspädagogik.
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Literatur : Emotionale Intelligenz und Soziale Intelligenz von Daniel Goleman
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